Es war superobermegahammerspitze!
El Tabito ist ein kleiner Ort in der Nähe von El Tabo. Nur zur Lageortbeschreibung, damit auch alle Wissen, wo ich war ;-)
Für diejenigen, die nicht so gut in Erdkunde waren: Hier ein Link zu maps.google.com
Und für diejenigen, die lieber meinen Worten folgen, etwas länger:
El Tabito ist mit 10 Häusern eher ein Durchfahrtsdorf. Die Häuser liegen, alle durch kleine Wege erreichbar, etwas abseits den Hügel hoch. Dadurch hat man einen super überblick aufs Meer, das keine 10 Minuten zu Fuß entfernt ist und mit einem guten Sandstrand zum verweilen einlädt. Kein Wunder, dass wir jeden Tag für 2 - 3 Stunden am Strand waren.
Vielleicht noch kurz wichtig zu wissen: Wir, das waren die 10 Mitarbeiter und 35 Kinder aus der Kirchengemeinde. 10 Mitarbeiter klingt erstmal nach einer ganzen Menge, und das ist es zum Glück auch. Und selbst wenn man überlegt, das wir 3 Praktikanten + einer Küchenfee für das Essen zuständig waren, dann bleiben noch 6 Mitarbeiter, die die Morgenaktivität leiten konnten. In unserer Schule, der Escuela Belen, gibt es Klassen mit 40 und mehr Schülern, die dann ein einziger Lehrer zu betreuen hat. Da klingen 6 Mitarbeiter wie ein Segen. Und vielleicht ist es auch gerade diese super Betreuung gewesen, die alle Kinder so glücklich machte.
Bis jetzt war das kurz ein kleiner Cocktail aus allem, jetzt nochmal etwas strukturiert:
Ich habe also in der Küche gearbeitet. Und es war ein echtes Erlebnis, die 6 Kilo Hack, 3 Kilo Tomaten und 4 Liter Tomatensauce mit 1,5 Kilo zuvor kleingeschnittener Zwiebeln zu verfeinern. Das ganze dann mit einer Prise Salz und ein wenig Pfeffer gewürzt und über die 7 Kilo Nudeln gepackt ergibt eine super leckere Mahlzeit für 45 Leute.
Das schönste Kompliment des Tages war dann, als ein kleiner Steppcke von 8 Jahren sagte: "Das schmeckt ein bisschen besser, als das Essen von meiner Mama."
Nachdem ich mich dann wieder von meinem Lachkrampf erholt hatte, wurde ich dann doch ein bisschen stolz. Immerhin ich, der es in der Küche zu Aldi-Pizza und Toastbrot bringt, hat mitgeholfen, 45 Leute satt zu kriegen. Und es ist gelungen. Geil.
Es war einfach unglaublich. Und nicht nur, dass ich mir da so einen Spaß draus gemacht hab, sondern die Gruppe war mehr als nur genial. Alle mit Eifer dabei, kein Streit, kaum Heimweh... Ein Gruppenausflug, wie man ihn wahrscheinlich nie wieder erlebt.
Und das komische: Ich bin gerad erst seit 4 Stunden wieder zu Hause, total müde und geschafft,(ich wusste garnicht, wie wenig Schlaf man so bekommt...) und trotzdem bin ich wehmütig. Es war schön eine Aufgabe zu haben, mit den Kindern zu spielen, sie anzuleiten, Verantwortung zu tragen und letzendlich sogar für einige eine Art Vorbild zu sein. Auf eine gewisse Art vermisse ich das jetzt schon wieder.
Nachdenkliche Grüße
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