Diashow: El Tabito

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Montag, 3. November 2008

Eine Reise, die ist lustig

Eine Reise, die ist schön.
Meine Reise ging an diesem Wochenende nach Valparaiso.
Valpo liegt direkt am Meer und verdient wirklich den Zusatz "Hafenstadt". Valparaiso liegt wunderschön an und in den Bergen und grenzt direkt ans Meer. Das schöne für Valpo: Die Hafenstadt ist recht groß. Blöd natürlich für den Badestrand, der eben nicht vorhanden ist. Aber Abhilfe bringt die Nachbarstadt "Vina del Mar". Dort liegt direkt an der Stadt ein Badestrand. Keine 3 Minuten und man ist in der Mall und trotzdem hört man am Strand nur Wellen. Wenn es was traumhafteres gibt... Man solle es mir zeigen :-)
Dazu gibt es jede Menge Fischrestaurants, Souvenirgeschäfte, Eisverkäufer, Musiker, schöne Aussichten... Einfach herrlich. Es ist einfach so unglaublich, dass man es nicht beschreiben kann. Dieses Gefühl der Stadt ist einfach großartig! Sie strömt eine Ruhe aus, eine Gelassenheit, die Santiago einfach nicht hat. Das kommt vielleicht daher, dass die Stadt wirklich gewachsen ist. Man hat das Gefühl, dass Valpo schon seit einer Ewigkeit da steht.
Vielleicht kommt das Gefühl auch daher, dass die Hektik sich am Hafen abspielt. In den Bergen ist nichts los. Die Straßen sind steil und eng, die Bürgersteige auch gerne mal einen Meter und mehr hoch, die Wände teilweise künstlerisch bemalt, teils nur einfarbig angestrichen. Und immer wieder sieht man vergammelte Häuser, eingestürzte Barracken, dunkle Flecken. Und doch stören sie nicht, gehören einfach zu der Stadt und tragen zu dem unvergleichbaren Stadtbild mit bei.

Genauso ruhig, wie die Stadt, sind auch die Leute. Wir sind zu 5. an den Hafen und wollten dort bis zum Strand langwandern. Recht schnell stießen wir dann auf Fischer, die gerade Köder auf ihre Hacken zogen. Freundlich fragte ich, ob ich davon ein Foto machen könne und die Antwort war ein deutliches "claro!" Also holte ich den Fotoapparat raus und wollte durch das Absperrgitter, dass die Fischer umgab, fotografieren. Aber sofort meinte der geschätzte 60 Jährige Fischer, ich solle doch bitte rumkommen, damit ich auch ja alles aufs Foto kriege und möglichst gute Bilder machen könne. Es war einfach herrlich. Die Stimme, seine Körpersprache drückten aus, dass er wirklich freundlich war. Ich unterhielt mich dann noch mit den Fischern knappe 15 Minuten und dann sind wir weitergezogen. Bis mir auf einmal einer von den geschätzten 100 Pelikanen im Weg stand. Nichtmal einen halben Meter von mir entfernt. Als hätte ich Zucker in den Taschen. Oder Fisch.
Ein Chilene mit Sohnemann im Arm sagte mir dann, die seien nicht gefährlich. Man solle nur auf die Flügel aufpassen, denn die Pelikane würden das selbst unterschätzen. Noch bevor ich mich bedanken konnte, fuhr der Pelikan, der nur nen halben Meter weg war!, seine Flügel aus. Vor Schreck bin ich einen Meter zurückgesprungen. Und wurd trotzdem fast erwischt. Wie riesengroß diese Viecher sind... Es war einfach unglaublich.

Genauso unglaublich, wie der Sonnenbrand, den ich mir später am Strand abgeholt habe. Oder so unglaublich, wie die Meeresfrüchteplatte, die unglaublich groß und dazu auch noch unglaublich billig war. Oder so unglaublich, wie eng und schmal die Häuser aussehen, aber wie hoch sie doch sind. Oder so unglaublich, wie ein Pritschenwagen mit Gasflaschen eine irre steile Straße runtergebrettert ist und trotzdem unglaublicherweise nicht die nächste Wand durchschlagen hat.

Man hört: Mein Wochenende war einfach unglaublich. Und deswegen freue ich mich auf die nächste unglaubliche Woche, die auch übrigens unglaublich warm werden soll.

Unglaublich liebe Grüße!
Mirko

PS: Fotos gibts natürlich auch! Einfach links den Link suchen, finden und draufklicken!