Diashow: El Tabito

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Montag, 20. Oktober 2008

3 Monate

Vor einem viertel Jahr bin ich in Deutschland losgeflogen. Ich kam am 21.07 an und es war kalt. Arschkalt.
Jetzt kann ich mich nicht beklagen, wir haben tagsüber angenehme 25 Grad, Sonne satt und Eis für nichtmal 50 Cent. :-)

Ansonsten hat sich auch in letzter Zeit wieder ein bisschen was verändert: Ich hab erzählt, dass meine Gruppe aus der Capelle rausgezogen ist und den Raum neben dem Computerraum abbekommen hat. Jetzt gehts weiter: Der Computerraum wird ausgeräumt und die Gruppe von Stocky wird da einziehen. Das alles hat natürlich auch einen Sinn: Es wird neu gebaut! Der Neubau wird den jetzigen Spielplatz der Kiddys ein bisschen verkleinern, dafür aber größere Räume bringen. Freut mich :-)
Blöd an der Geschichte ist nur, dass es ab demnächst bis circa Anfang März keinen Computerraum mehr gibt. Kann man sich also auch nicht mehr so schön vor der Arbeit drücken ;-)
Bis aber die neuen Räume stehen, steht noch jede Menge Arbeit an. Freitag mussten wir zu dem Zwecke erstmal einen kleinen Urwald roden. Und da ist auch gleich etwas passiert, was einem zu Denken geben kann.
Ein kleiner Abstellplatz hinter der Capelle sollte von Unkraut, Bäumen, Grass und Hügel befreit werden. Das stück Land grenzt, natürlich durch einen Zaun verhindert, direkt an die Straße. Wir hatten also freien Blick auf die Leute, die da lang gingen und was da so passiert. Eine Familie gegenüber saß größtenteils auf der Straße und hat da primär nur gesessen und nichts getan. Naja... Anfangs haben sie uns mit dem Hitlergruß (der mir auch übrigens schon in der Mall an den Kopf geschleudert wurde), belästigt, später dann den Hund und das kleine Kind geschlagen. Das harte dabei: 1. denken einige Chilenen immernoch, man würde sich drüber freuen, wenn man mit Hitler in Verbindung gebracht wird und 2. hat Miguel uns erklärt, dass das Schlagen von Kindern in unserem Viertel leider an der Tagesordnung liegt. So bescheuert es ist, dass sei nur die Spitze des Eisberges, so Miguel.
Ganz bizarr wurde es allerdings, als uns die Familie geschätzte 1,5 Liter eisgekühlten Nektarinensaft über den Zaun reichte. Der Tag war besonders warm und wir mussten in der Sonne arbeiten, also war das natürlich schon eine ziemlich geniale Sache. Nur irgendwie auch komisch, wenn man bedenkt, wie die sich vorher verhalten haben...


Und nach dem eher nicht so fröhlichem Thema noch kurz was aus der Freizeit:
Ich war am Sonntag auf dem Cerro San Cristobal!!!
(Für die Nichtwissenden zur Erklärung: ;-) )
Der Berg befindet sich mitten in Santiago. Rundherum ist Stadt und ganz oben drauf eine Statue von der heiligen Jungfrau Maria. Das ganze sieht superschön aus und ist voll entspannend. Liegt vielleicht auch an dem Biergarten, der dort oben ist. Dem Erdinger Biergarten. Mit Weißbier. Aus Bayern. Original. Das dort der Biergarten ist, wurde mir schon erzählt, aber man fühlt sich echt wie in Deutschland in einem Touriort. Überall hört man Sprachen, die man nicht kennt, aber man fühlt sich halt wie in einem deutschen Biergarten. Wenn nur die Palmen nicht am Straßenrand stehen würden ;-)

Noch kurz zu meinem Gästebuch:
Danke, für die vielen Einträge und ja, die Haare gehören so ;-)

Liebe Grüße an alle Biergartenfans (und an die anderen natürlich auch)
Mirko